Oktober 2008 - Tauchlager 2008

 

 

 

 

 

 

 

Der Transportkonvoi startete pünktlich am Montag um 08:00 Uhr mit einem LAST, einem MTF sowie dem Tauchwagen

mit dem Einsatzboot am Anhänger vom Feuerwehrhaus Mattersburg aus in Richtung Weyregg am Attersee.

Weitere  Mitglieder des Tauchdienstes kamen berufsbedingt im Laufe der Woche nach.

 

Zusätzlich mit dem Tauchdienst war auch der Entminungsdienst des Innenministeriums mit vier Tauchern

vor Ort um mit uns gemeinsam zu schulen sowie Wissen und Erfahrungen austauschen zu können.

 

Nach Ankunft am Ausbildungsgelände wurde nach dem Beziehen der Unterkunft und diversen

Vorbereitungsarbeiten ein erster Gewöhnungs- und Navigationstauchgang auf 30m Tiefe durchgeführt.

 

Vorbereitung der Ausrüstung

 

Slippen des Einsatzbootes

 

Am Abend gab es noch eine Sitzung des Stabes um künftige notwendige Anschaffungen und Investitionen zu besprechen.

 

Der erste Tieftauchgang auf 40m Tiefe wurde am Dienstagvormittag durchgeführt.

Um eine Übersättigung mit Stickstoff zu vermeiden wurde der Nachmittagstauchgang nur bis

auf 10m geplant, bei dem unter Leitung von Reinhold Schmidt kleinere Unterwasserarbeiten

wie das Schneiden, Trennen und Abdrehen von Metallrohren geübt wurden.

 

Tauchtrupp vor Übungsbeginn

 

Da durch die Lichtbrechung unter Wasser die Größenverhältnisse anders als an der Oberfläche empfunden werden

gab es bei der Bewertung der abgeschnitten Teile einige Überraschungen.

 

„Das sollen 30cm sein???“

 

Um 16:00 Uhr waren wir Gast bei der Betriebsfeuerwehr Steyrermühl, um das neue ATS-Fahrzeug,

wie es vom OÖ-Landesfeuerwehrverband verwendet wird, besichtigen zu können.

 

ATS-Fahrzeug – LFK OÖ

 

Am Mittwoch zeigte der Herbst erstmals seine typischen Wettererscheinungen in Form von dichtem Nebel und niedriger Temperatur.

 

Herbst am Attersee

 

Den Vormittag über wurden Aufstiegsübungen aus 40m Tiefe ohne Flossenschlag mit anschließender Freiwasserorientierung geübt.

Dabei wurden auch einige interessante Unterwasserfunde gemacht:

 

Unterwassermotorrad

 

Unterwasserliteratur

 

Am Nachmittag führte Feuerwehrtauchlehrer Thomas Bochdalofski eine Rettungsübung durch.

Annahme war die Bergung eines Bewusstlosen Tauchers aus 20m Tiefe mit anschließender Bergung

in das Einsatzboot und der den medizinischen Symptomen nach entsprechenden Erstversorgung an Land.

 

Briefing

 

Tauchgangsliste beim Übungsleiter

 

Vorbesprechung des Tauchtrupps

 

Bergung ins Boot

 

Übergabe an Land

 

Medizinische Erstversorgung

 

Gegen 20:30 Uhr wurde der Schulungsplan jäh unterbrochen:

Die Taucher des Innenministeriums führten wie geplant einen Nachttauchgang durch, bei dem aber ein

Mitglied des Teams nicht mehr an die Oberfläche zurückkehrte.

Der Einsatzleiter des BMI alarmierte daher umgehend die im Lehrsaal sitzenden Mitglieder des

Tauchdienstes um eine sofortige Suchaktion zu organisieren.

Sieben Minuten nach Alarmierung waren der erste Feuerwehrtaucher und ein Rettungsschwimmer fertig ausgerüstet am Steg,

zwei Minuten später war auch der Tauchwagen an der Einstiegsstelle um mit dem eingebauten Lichtmast eine Umfeldbeleuchtung zu liefern.

Zu diesem Zeitpunkt wurden wir informiert dass es sich nur um eine Übung handelt und kein Taucher vermisst wird.

Allerdings waren auch die Taucher im Wasser nicht von diesem Probealarm informiert und waren dementsprechend erstaunt,

als bei ihrer Rückkehr an die Einstiegsstelle der Steg hell erleuchtet war und alle anwesenden

Feuerwehrmitglieder als Empfangskomitee angetreten waren.

 

Beleuchtung der Einstiegsstelle

 

Erstaunte BMI-Taucher

 

Donnerstagvormittag wurde gemeinsam mit dem Innenministerium geübt.

Da der Tauchdienst auch bei Einsätzen des BMI als Hilfe angefordert wird verlangen deren

Einsatzleiter eine Kenntnis über deren spezielle Tauchausrüstung.

Eine davon ist der „Kirby-Morgan“ Tauchhelm mit externer Luft- und Stromversorgung.

Nach der theoretischen Einschulung im Lehrsaal konnten alle Teilnehmer mit dem Helm auf 10m Tiefe Arbeiten durchführen.

Durch eine in der Nabelschnur mit geführter Kommunikationsverbindung war ein ständiger Kontakt mit der Oberfläche gewährleistet.

 

Einschulung an der Bedieneinheit

 

Paßprobe

 

Aufsetzen des Helms durch Helfer

 

Abtauchen

 

Kontrollstation

 

Für einige Taucher eine äußert befriedigende Art zu Tauchen

 

Video Helmtauchen(6MB)

 

Am Nachmittag wurde eine Bergeübung mit Hilfe der Hebeballone durchgeführt.

Ziel war es ein im See versunkenes Autowrack an die Oberfläche zu bringen.

Der erste Tauchtrupp war für die Ortung des Fahrzeugs zuständig.

Um den Nachfolgenden Trupps einen direkten Abstieg zu ermöglichen wurde an der A-Säule einen Boje angeschlagen

und mit einer Leine an die Oberfläche geschossen.

Der zweite Trupp stieg entlang dieser Leine ab und befestigte an mehreren Punkten des Wagens die Hebeballone.

Der dritte Trupp war zuständig für die Belüftung der Ballone mit Luft und brachte somit das Fahrzeug an die Oberfläche.

 

Anschlagen der Hebeballone am Fahrzeugwrack

 

Ablassen der Luft nach Beendigung der Übung

 

Video Hebeballon (3MB)

 

Freitagvormittag wurde vom Einsatzboot aus ein Navigationstauchgang im Bereich des „Unterwasserwaldes“ in 30m Tiefe durchgeführt.

 

Verwendung von Kunstlicht in Tiefen von über 30 Metern

 

Am Nachmittag wurden nach der Verabschiedung der Kollegen des BMI die von uns verwendeten Unterwassereinrichtungen des

LFK-OÖ wieder in den Zustand versetzt, den wir zu Beginn des Lagers vorgefunden haben.

 

 

Im Zuge des Tauchlagers 2008 wurden von den 22 Teilnehmern  insgesamt über 49 Stunden unter Wasser verbracht.

Dabei wurden 123.760 Liter Pressluft veratmet, 128 Tauchflaschen gefüllt und bis auf einen kleinen Vorfall mit einem Stockbett

die ganze Woche über unfallfrei gearbeitet und geübt.

 

Unser ganz besonderer Dank in diesem Jahr gebührt unserem Mitglied Rudi Rommer,

welcher uns täglich mit seinem kulinarischen Können aufs köstlichste versorgt hat!

 

 

Teilnehmer des Tauchlagers 2008:

 

                                                                                                                                        Bezirk Oberpullendorf:

                                                                                                Thomas Fuchs FF-Kalkgruben

     (Tauchreferent LFK-Burgenland)

 Bezirk Neusiedl/See:                                          Bezirk Eisenstadt:

Th. Bochdalofski / FF-Podersdorf                       Schmidt Reinhold / FF-Purbach

R. Fleischhacker / FF-Gols                                  Erdt Nikolaus / FF-Siegendorf

Rommer Rudolf / FF-Neusiedl/See                     Riedl Thomas / SF-Eisenstadt

                                                                          Weninger Franz / FF-Donnerskirchen

                                                                           Szemeliker Andreas / FF-Wulkaprodersdorf

 Bezirk Mattersburg:                                             Bezirk Oberwart:

Rauhofer Markus / FF-Schattendorf                  Pum Johannes / FF- Schandor

Haring Christoph / FF-Schattendorf                   Herics Philip / FF- Schandor

Schöny Jürgen / SF-Mattersburg                        Cserer Gerhard / FF-Rechnitz

Huber Andreas / SF-Mattersburg                        Riedler Michael / FF-Rechnitz

Heidenreich Simon / FF-Rohrbach                    Ringbauer Markus / FF-Buchschachen

 

Entminungsdienst des BMI:

(Teamleitung Schmidt Reinhold)

Rev.-Insp. Tobisch Werner

Rev.-Insp. Bednarek Andreas

VB Weber Martin

 
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