Juli 2008 - Technischer Einsatz in rechnitz
Die starken Stürme in den letzten Tagen führten im gesamten Bundesgebiet zu Verwüstungen und Schäden. In der Gemeinde Rechnitz wurden dabei Windspitzen von über 140km/h erreicht und in Folge dessen kam es auch am Badesee zu Beschädigungen der Einrichtungen.
Betroffen war die Rutsch- und Trampolinanlage, welche als Aufblasbare Plattform in der Mitte des Sees befestigt war. Verankert war sie an sechs, mit einem Stahlseil verbundenen Betongewichten. Durch die Heftigkeit des Winds wurde die Plattform in Richtung Staumauer gedrückt, wobei nicht klar war was mit den Betonteilen passiert war.
Am 27.07.08 rückte der Tauchdienst aus um die Lage der Gewichte zu prüfen und nach Möglichkeit dien Originalzustand wieder herzustellen.

Vorbereitung am Ausrüsteplatz

Die gestrandete Plattform
Die Tiefe im See ist mit etwa 4,5 Metern im gesamten Bereich relativ gleich, die Sicht in Grundnähe wird jedoch durch Schlamm- und Schwebeteilchen bis auf wenige Zentimeter eingeschränkt.
Zu allererst wurde der Bereich um die Plattform untersucht um festzustellen wie viele der Gewichte noch am Verankerungsseil dranhängen.
Dabei stellte sich heraus, dass bis auf dem direkt am Seil befestigten Gewicht alle anderen Betonteile während der Schleiffahrt abgerissen sind.

Abtauchen zum ersten Erkundungstauchgang

Die abgerissenen Enden des 6mm Stahlseils
Das noch vorhanden Gewicht wurde von der Plattform getrennt und mittels Hebeballon an die Oberfläche gebracht um beide Teile getrennt zu der ursprünglichen Position zurück befördern zu können.

Bergung mit Hebeballon

Abtransport des Gewichts
Von Anfang an machten uns unzählige im See treibende Angelleinen das Arbeiten schwer da sich diese Leinen immer wieder um Körper- und Ausrütungsteile wickelten und so einen nie gekannten Einsatz der Tauchermesser erforderlich machten.

Wichtigstes Werkzeug dieses Einsatzes
Der Bereich der ursprünglichen Position wurde vor dem Versenken des Gewichts mittels Radialsuche abgesucht um die möglicherweise dort verlorenen anderen Gewichte zu finden.
Die Suche in einem Kreisradius von 12 Metren brachte aber keinen Erfolg.

Leinenführer an der Oberfläche
Nach Ende der Radialsuche wurde das geborgene Betongewicht wieder an der ursprünglichen Stelle versenkt und mit einer Markierungsboje versehen.

Transport des Gewichts an die Versenkungsposition

Ein zufriedener Feuerwehrtauchlehrer nach dem Setzen der Markierungsboje
Von dort wurde versucht entlang der vermuteten Linie in der die Plattform versetzt wurde, den Grund abzutauchen, um vielleicht doch noch das eine oder andere Gewicht wieder zu finden.
Außer diversem Müll konnten jedoch keine weiteren Betonteile geortet werden.

Auftauchen am Endpunkt der vermuteten Linie

Absprache der weiteren Suchmethodik
Die Gemeindeleitung entschloss daher, dass die Plattform vorläufig an dem einzelnen Gewicht befestigt wird und in den nachfolgenden Tagen neue zusätzliche Betongewichte angeschafft und versenkt werden.
Die Plattform wurde daher an die Stelle der Markierungsboje gezogen und dort unter Wasser neu angeleint.

Transport der Schwimmplattform
Nach 3 Stunden wurde der Einsatz beendet und die Ausrüstung endgültig von den aufgelesenen Angelleinen befreit.

Den Fischern gerade noch entkommen…

Paparazzi zu Land…

…und zu Wasser
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