Jänner 2008 - Sucheinsatz Limbach

Am 2. Feber 2008 wurde um 13:15 Uhr der Tauchdienst zu einem Sucheinsatz in das Südliche Burgenland alarmiert. In Limbach (Bezirk Güssing) war ein 18-jähriger Autolenker von der Strasse abgekommen und mit seinem Fahrzeug in einen Gartenteich gestürzt.

 

 

 

 

 

Die Ortsfeuerwehr Limbach war nur 5 Minuten(!) nach Alarmierung durch die Landeswarnzentrale vor Ort und konnte das Fahrzeug, welches nur noch mit einem Rad aus dem Wasser ragte, mit Hilfe einer Seilwinde ans Ufer bergen und den noch im Fahrzeug befindlichen Lenker nach insgesamt 10 Minuten unter Wasser aus dem Wrack befreien. Sofort eingeleitete Reanimationsversuche durch zwei Kameraden der FF-Limbach sowie, nach Eintreffen des Rettungshubschraubers, durch den eingeflogenen Notarzt, konnten zunächst zu einer Wiedererlangung der Vitalfunktionen führen. Der Verunfallte wurde anschließend mit dem Hubschrauber ins LKH-Graz gebracht.

Da zu diesem Zeitpunkt nicht klar war ob er alleine oder in Begleitung weiterer Insassen unterwegs war, entschloss sich die Einsatzleitung zur Anforderung des Tauchdienstes-Burgenland, um den Teich nach etwaigen weiteren Opfern zu durchsuchen.

Nach der Alarmierung aller Einsatztaucher rückten das Tauchfahrzeug und ein MTF um 13:40 Uhr von Mattersburg auf den Weg nach Limbach aus. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle war klar dass die Bergung des Wagens durch die FF-Limbach bereits abgeschlossen war.

 

Unfallfahrzeug nach der Bergung durch die FF-Limbach

 

Durch den Umstand dass der Wagen bei seinem Sturz in den Teich ein Abflussrohr beschädigt hat, ist der Wasserstand von einer normalerweise herrschenden Höhe von etwas mehr als zwei Metern auf rund 1,4 Meter abgesunken.

Dadurch konnte die Suche ohne Hilfe von Presslufttauchgeräten durchgeführt werden.

 

Absprache der Suchtaktik durch Einsatzleiter-Tauch J.Schöny

und Lehrtaucher R.Deutsch

 

Fünf Taucher bildeten eine Suchkette um in enger Formation den kompletten Teich abzugehen und so sicher zu stellen dass sich keine weiteren Personen im Gewässer befinden. Die Wasserfläche wurde zu diesem Zweck in mehrere  längsgerichtete Sektoren aufgeteilt die dann nacheinander abgesucht wurden.

 

Suchkette bestehend aus N.Erdt, C.Haring, G.Cserer,

A.Szemeliker und R.Deutsch

 

Eine tiefe Schlammschicht am Boden, in der die Mannschaft bei jedem Schritt bis fast in Kniehöhe einsank, erschwerte das Gehen und machte die Arbeit trotz der kleinen Teichfläche noch anstrengend.

 

Absuchen des letzten Sektors

 

Außer einigen Wrackteilen des Autos konnte aber glücklicherweise nicht mehr gefunden werden und nach nur etwa 20 Minuten konnte Entwarnung an den Einsatzleiter gegeben werden.

 

Im Anschluss an die Arbeit direkt an der Einsatzstelle organisierte die FF-Limbach noch eine Nachbesprechung, an der auch ein Seelsorger des Roten-Kreuzes teilnahm, um die Geschehnisse in professioneller Form aufarbeiten zu können und so etwaigen psychischen Folgebelastungen vorbeugen zu können.

 

Nachbesprechung mit allen Einsatz-Teilnehmern

 

Zu diesem Zeitpunkt lag der Unfalllenker im LGH-Graz noch an der Herz-Lungen-Maschine.

Tragischerweise verstarb er in der Nacht auf den 3. Februar 2008 an den Folgen des Unfalls.

 

Der Tauchdienst Burgenland spricht allen Angehörigen und Bekannten unser Beileid aus!

 
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