September 2007 - Bombenbergung
Am 20.07.2007 wurde der Tauchdienst zu einem Sucheinsatz im Zicksee von St. Andrä gerufen. Ein Badegast hatte ein vermutliches Kriegsrelikt im See entdeckt. Nachdem eine Meldung an das BMI gemacht wurde, sollte auch noch eine Bestätigung durch Feuerwehrtaucher erfolgen.
Um ca.12:00 trafen zwei Feuerwehrtaucher (Bochdalofsky T./Fleischhacker R.) am Einsatzort ein. Die Fundstelle wurde zuvor bereits durch Gemeindearbeiter professionell abgesichert. Nach einer kurzen Besprechung mit dem Bürgermeister und Polizei wurde unter Verwendung eines Tauchgerätes der Fundort genauestens und mit aller Vorsicht abgetastet.
Eine visuelle Überprüfung des Fundkörpers war wegen mangelnder Sicht unter Wasser nicht möglich. Mit den bei diesem Tauchgang gemachten Erfahrungen wurde eine Skizze des Fundstücks erstellt und eine telefonische Beschreibung an den Entminungsdienst des BMI weitergeleitet.

Absicherung der Fundstelle

Skizze nach Abtasten des Objekt
Aufgrund dieser Beurteilung konnte seitens des BMI das Kriegsrelikt bereits als Deutsche Übungsbombe (kein Sprengstoff) eingestuft werden.
Am 24.07.2007 wurde die Übungsbombe schließlich von der FF St. Andrä und einem Sprengexperten des Innenministeriums geborgen.

Bergung der CZ50 Übungsbombe
Die von der Deutschen Luftwaffe verwendeten „CZ50“ Bomben sind 1105mm lang und etwa 50kg schwer.
Sie wurden aus feinem Beton in einem Stück gegossen wobei die metallenen Flossen in den noch feuchten Beton eingedrückt wurden.
Die seitlichen Schlitze dienten der Aufnahme von Kreidepulver und einer Ampulle mit Chlorsulfonsäure die nach dem Einschlag den Punkt mit Rauch markieren sollten.
ORF-Bericht


