Jänner 2006 - Technische Hilfeleistung WLV-Burgenland

Am 20.Jänner 2006 war der Tauchdienst zur technischen Hilfeleistung für den Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland im Einsatz. Grund dafür war die Überprüfung eines Trinkwasserbrunnens in Neufeld/Leitha, welcher mittels Kamerafahrten durch die 11 Zulaufstränge optisch begutachtet wurde.

 

 

 

 

 

Diese Stränge enden in einem 4 Meter tiefen Kanalschacht, von wo das Wasser dann  weiter über Pumpwerke in das Trinkwassernetz gespeist wird. Die Aufgabe der Taucher dabei war ursprünglich nur die Einführung des Kameraroboters in die einzelnen Stränge. Von dort aus sollte die weitere Kameraführung und Vermessung über eine Fernsteuerung an der Oberfläche erfolgen.

 

Selbstfahrender Kamerakopf

 

Beim ersten Versuch stellte die für die Auswertung der Messung zuständige Fachfirma jedoch fest, dass aufgrund der Sedimentation an der Innenseite der Röhren ein selbstständiges Weiterkommen der Kamera nicht möglich ist.

Dadurch musste ein kleinerer Kamerakopf eingesetzt werden, der jedoch vom Taucher auf Anweisung der Kontroll- und Messstation mittels einer Glasfiberfeder genauestens geführt werden musste.

Um hierfür eine brauchbare Kommunikation zu ermöglichen griff der Tauchdienst wieder auf das „Kirby-Morgan“-Tauchhelmsystem zurück, der uns vom Entminungsdienst des Bundesinnenministeriums zur Verfügung gestellt wurde.

 

Anlegen der Ausrüstung

 

Der Einstieg in den engen Schachteingang war ohne Hilfe kaum möglich

 

Der Brunnenschacht war mit einer Zwischenplattform versehen, auf der während der Unterwasserarbeiten ständig ein Sicherungstaucher, sowie ein weiterer Helfer für diverse Zugaben von Werkzeug, Lampen und anderen Hilfsmitteln in unmittelbarer Nähe des mit der Kameraführung betreuten Tauchers waren.

 

Sicherung und Hilfe durch T.Bochdalofsky und P. Samwald

 

Durch das recht hohe Gewicht der Ausrüstung (alleine der Helm wiegt rund 15kg!) musste aufgrund der körperlichen Anstrengung die Arbeit auf drei Tauchgänge aufgeteilt werden, wobei jeder Taucher etwa eine Stunde im 6°C kalten Wasser verbringen musste.

An der Oberfläche war sowohl die Fachfirma für diverse Arbeitsanweisungen, als auch ein Mitglied des Tauchdienstes für den tauchtechnischen Informationsaustausch mittels Interkommsystem ständig mit dem Taucher verbunden.

 

Ständige Kommunikation mit R.Schmidt an der Helmtauchkontrolleinheit  sowie der Leiterin der  Mess- und  Prüfstation

 

Die Arbeiten konnten noch vor Einbruch der Dunkelheit beendet werden, wodurch ein zweiter Einsatztag vermieden wurde.

Die bei dieser Beschau gewonnenen Daten werden vom Wasserleitungsverband Burgenland-Nord geprüft und bewertet.

Sollte dabei festgestellt werden dass weitere Tauchgänge erforderlich sind, leistet der Tauchdienst Burgenland gerne wieder Unterstützung und Hilfe

 
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