September 2005 - Atemschutzübung Tritolwerk

Am 03.09.2005 wurde vom Tauchdienst Burgenland, in Kooperation mit der ABC-Abwehrschule des Österreichischen Bundesheeres eine kombinierte Übung für Atemschutz- und Abseiltechniken durchgeführt. Diese Ausbildung soll Atemschutzträger die Handhabung von Abseilgerätschaften unter realen Einsatzbedingungen näher bringen um in Notlagen (Einsturz der Treppen als letzter Fluchtweg, Brand des Fluchtweges,…) eine Selbstrettung mit den bei Atemschutzeinsätzen mitgeführten Ausrüstungsgegenständen durchführen zu können.

 

 

 

 

 

Das ehemalige Tritolwerk in Eggendorf dient dem Österreichischen Bundesheer als Übungsgebiet für Katastrophenszenarien aller Art.

Such- und Rettungstechniken aller Art können hier in den verschiedensten, teilweise eingestürzten Gebäuden trainiert werden, was auch von den unterschiedlichsten Hilfsorganisationen (Rotes Kreuz, Feuerwehren, Suchhundestaffeln,…) mit großer Begeisterung genützt wird.

 

Teilnehmer an dieser Übung waren neben Mitgliedern des Tauchdienstes auch mehrere Feuerwehren aus den Bezirken Mattersburg und Eisenstadt-Umgebung die jeweils eigene ATS-Trupps stellten.

 

Die Übung begann mit einer Atemschutzstrecke durch einen mehreren hundert Meter langen Tunnel, der an einigen Stellen teilweise eingestürzt war und daher vom ATS-Trupp nur mit erheblichen Schwierigkeiten überwunden werden konnte.

Aufgrund von technischen Schwierigkeiten musste auf ein Einnebeln der Strecke verzichtet werden, jedoch war auch unter den „normalen“ Bedingungen die Bewältigung des Tunnels eine Herausforderung für alle Teilnehmer.

 

Bewältigung eines Hindernisses  im Tunnel

 

Die nächste Übung war eine Angewöhnung an das Abseilen aus einem hohen Gebäude.

Hierfür wurden nur die mitgeführten Ausrüstungsgegenstände der einzelnen Teilnehmer verwendet.

Dies war der Feuerwehrgurt als primäres Rettungsgeschirr und das Anfertigen von einem alternativen Sicherungsgeschirr aus diversen Seilen und Gurten.

 

M.Rauhofer bei den letzten Vorbereitungen zum Abstieg

 

Sicherer Abstieg mit selbst gebautem Geschirr

 

Abstieg vom Pulverturm

 

Sicherung durch Feuerwehrtauchlehrer T.Böcker

 

Nachdem die Teilnehmer die Grundlagen des Abseilens gelernt hatten, wurden sie ein zweites Mal auf die oberste Plattform des Pulverturms geschickt, wobei jedoch von Anfang an das Atemschutzgerät angelegt werden musste.

Die Überwindung der engen Stufen nach oben war bei den herrschenden sommerlichen Temperaturen eine schweißtreibende  Herausforderung für den Körper.

Oben angelangt wurde sofort der Abstieg unter Atemschutzbedingungen vorbereitet, was dem vom Aufstieg ohnehin schon ausgelaugten

ATS-Träger an die Grenzen der körperlichen Belastbarkeit brachte.

 

Prüfen der Ausrüstung durch Übungsleiter Feuerwehrtauchlehrer R.Deutsch

 

Abseilen unter schwerem Atemschutz

 

A.Szemeliker auf dem halben Weg nach unten

 

Als letzte Station stand das Abseilen in die ehemalige Wasserzisterne des Werkes am Programm.

Da hier keinerlei Kontakt zu der Wand bestand war hier das volle Vertrauen in die oben am Seil stehenden Kameraden gefragt, wodurch nebenbei auch die Teamarbeit gestärkt wurde.

 

Abseilen in der Zisterne

 

Aufgrund des großen Erfolges dieser Übung will der Tauchdienst auch nächstes Jahr wieder eine ähnliche Übung veranstalten und mit den im heurigen Jahr gemachten Erfahrungen das Programm noch zusätzlich verbessern und weitere Stationen für einen Rotationsstationsbetrieb zuschaffen.

 
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