Mai 2004 - Taucheinsatz Neusiedler See
Am 08.05.04 waren die Feuerwehrtaucher wieder auf der Suche nach Kriegsrelikten im Neusiedlersee.Grund für den Einsatz war der schon seit mehreren Jahren bekannte Bereich südlich der „Schotterinsel“, wo Berufsfischer, Fähren und auch der eine oder andere private Yachtbesitzer immer wieder auf Untiefen bzw. Hindernisse gestoßen ist, die meist als in Beton eingelassene Metallrohre beschrieben wurden.
Laut Berichten von Zeitzeugen aus der Zeit des 2.Weltkriegs, waren in diesem Bereich die Befestigungen für Zielobjekte der Flugabwehr. An diesen Betonfundamenten wurden Bojen und Schwimmkörper angekettet, auf die vom „St.Margarethener-Berg“ aus mit Flugabwehrgeschützen der unterschiedlichsten Art und Kaliber zu Ausbildung- und Übungszwecken gefeuert wurde.
Diese Fundamente sollen etwa einen Umfang von 1x1m haben und bis knapp unter die Wasseroberfläche aus dem Grund ragen. Da ein ungefährer Anfangs- und Endpunkt des betroffenen Geländes bekannt war, wurden die Feuerwehrtaucher, gemeinsam mit dem Entminungsdienst des Innenministeriums, vom Land Burgenland mit der genauen Ortung und Sicherung der Objekte beauftragt.
So waren 11 Feuerwehrtaucher, mit der Unterstützung von 5 am See befindlichen Feuerwehrbooten des Wasserdienstes und einem Polizeiboot, ab 09:00Uhr vom Ruster Hafen aus auf der Suche.

Ausfahrt des Bootkonvois aus der Ruster-Bucht
Zunächst wurde eine von der Polizei angegebene Fundstelle mittels GPS angefahren und ein mehrere hundert Quadratmeter großer Bereich ohne Erfolg abgesucht.

Einsatztaucher vor dem Absetzen
Danach wurden nach einer kurzen Erholungspause die von den Yachtclubs angegeben Positionswerte in einem Bereich südlich der Schotterinsel angefahren und die Anfangs- und Endpunkte mit Bojen als Orientierungshilfe markiert.
In diesem Bereich wurde mittels Leinensuche die Arbeit fortgesetzt.

Einsatzbesprechung

Leinensuche
Aber auch hier wurde mit Ausnahme einer 2cm- und einer 3,7cm-Sprenggranate nichts gefunden.

Der Fang des Tages: 2cm und 3,7cm Sprenggranate
Nach dem Absuchen eines mehr als 4000m² großen Gebietes wurde der Einsatz erfolglos abgebrochen.
Eine neuerliche Suche kann erst nach einer genaueren Positionsbestimmung der Anlagen fortgesetzt werden.
HINWEIS


