März 2004 - freitauchtraining in Seiersberg
Vom 13. bis 14. März waren 11 Mitglieder und eine Begleitperson des Tauchdienst-Burgenlands zu Besuch in der Steiermark um im Tauchturm Seiersberg die theoretischen und praktischen Kenntnisse des Freitauchens zu vertiefen und auch einen Besuch in der Landesfeuerwehrschule Lebring zu machen.
Tauchturm Seiersberg
Der am 25.Juni 2003 eröffnete Tauchturm ist eine wunderbare Trainingsmöglichkeit, die ein gefahrloses und sicheres Ausüben des Geräte- oder Apnoetauchens ermöglicht. Eingebaute Lichtquellen und Sichtfenster gewähren optimale Sichtbedingungen sowie eine lückenlose Überwachung der Tauchgänge.Mit einem Durchmesser von 5m und einer Wassertiefe von 10,80m ist er Turm auch für Tauchgruppen von bis zu acht Personen geeignet.
Nach der Ankunft und einer kurzen Besichtigung der Anlage, war vor dem ersten Tauchgang noch eine zweistündige Theorielehreinheit am Programm.

Theorieschulung im Tauchturm
Schwerpunkte waren: Tauchmedizin für ABC Freitaucher, Barotraumen beim Apnoetauchen usw. Besonderer Augenmerk wurde auf Schwimmbadblackout und Flachwasserblackout gelegt.
Weiters wurde über die Entstehung, Erkennungsmerkmale, Erscheinungsformen von "Lost of motoric control", und deren Abhilfe geschult.
Beispiele wurden unter anderem anhand von Videos gezeigt und natürlich wurden auch Maßnahmen der Ersten Hilfe wiederholt.
Danach wurde das erlernte versucht in die Praxis umzusetzen und der Tauchturm für zwei Stunden aufs äußerste ausgereizt.

Konzentration vor dem Tauchgang

Abtauchen entlang der Sicherungsleine

Kommunikationsübung unter Wasser

Druckausgleich beim Abtauchen
Die abendliche Nachbesprechung gestaltete sich recht lustig und war standesgemäß mit einem Absaufen in diversen Flüssigkeiten verbunden. *hicks*
Feuerwehr- und Zivilschutzschule Lebring
Ein weiterer Höhepunkt des Wochenendes war ein Besuch bei den steirischen Kollegen in der Feuerwehr- und Zivilschutzschule Lebring.

Schlauchturm
In diesem 14ha(!) großen Gelände, befindet sich neben den üblichen Übungseinrichtungen für das Feuerwehrwesen auch die Ausbildungsstätte für die steirischen Feuerwehr-Einsatztaucher.

Simulierte Autobahnabfahrt für technische Einsatzausbildung
Mit einem derzeit aktuellen Stand von etwa 120 Einsatztauchern im Land Steiermark hat die Schule in Lebring immer wieder Kurse, Übungen und Fortbildungsseminare abzuhalten, die mit dem im Schulungsgelände integrierten Hallenbad unter exzellenten Bedingungen abgehalten werden können.

Übungsbecken für Ausbildung im Wasserdienst
Im dem 25m langen Schwimmbecken ist auch ein Tauchbecken mit 5m Tiefe enthalten, womit alle Tauchgänge für die Erlangung des ABC-Scheins möglich sind und auch der grossteil der weiteren Tauchausbildung durchgeführt werden kann.
Mehrere Beobachtungsfenster von außen in das Tauchbecken ermöglichen auch hier neben der Sicherheitsüberwachung eine zusätzliche Lehrhilfe, um falsche Bewegungen oder ähnliches zu erkennen und in weiterer Folge Gegenmaßnahmen zu treffen.

Blick durch das Beobachtungsfenster
Im Fahrzeugpark der Schule befindet sich auch die einzige mobile Druckkammer Österreichs im Feuerwehrbesitz.
Sie ist in dem 2001 neu aufgebauten Wasserdienstfahrzeug integriert und wird vor allem bei Übungen und Einsätzen zur Sicherheitsabdeckung eingesetzt.

Wasserdienstfahrzeug mit integrierter Druckkammer

Druckkammer im WDF
Die Kammer ist mobil und kann ohne viel Aufwand mitsamt einem Patienten plus einem Arzt oder einer Begleitperson, vom Unfallort bis direkt in die stationäre Druckkammer in der Universitätsklinik-Graz transportiert werden.
Eine von anderen Gerätschaften unabhängige Atemluft-/Sauerstoffversorgung gewährt dabei einen sicheren Transportweg von bis zu vier Stunden.
Das eher spärliche Platzangebot in der Kammer wurde von uns auch getestet und für klaustrophobisch veranlagte Personen als höchst bedenklich eingestuft. J

Sitzposition des Arztes/Begleitperson vor dem Einbringen des Verunfallten
(Hier in Form unseres Sachgebietleiters)

Position des Patienten

Kopffreiheit ist bei bemannter Kammer kaum vorhanden
Die Schule in Lebring ist auch mit einer ansehnlichen Flotte an verschiedensten Wasserfahrzeugen ausgestattet, die den Schiffsführern unter uns schon den einen oder anderen neidigen Blick entlockte.

Bootshalle
Die mehrstündige Besichtigung, die von Manfred Scharr kompetent geführt und moderiert wurde, war für alle beteiligten Mitglieder höchst informativ und zeigte wieder einmal den in Österreich hervorragenden Stand der Feuerwehrschulungs- und Übungseinrichtungen.

Teilnehmer an der Führung in Lebring
stehend v.l.n.r.: C.Haring, G.Cserer, Manfred Scharr (LFK Stmk.), T.Fuchs, S.Heidenreich, M.Rauhofer, T.Bochdalowsky
kniend v.l.n.r.: N.Erdt, J.Schöny, A.Szemeliker


