Jänner 2010 - Eingebrochener Eissportler
| "Ich habe nur meinen Job getan“, bleibt Andreas Frankl aus Podersdorf (Bgld.) bescheiden. Dabei hat der Vizeleutnant des Heeres, mit Hilfe von Feuerwehrtaucher Thomas Bochdalofsky, einem 51-jährigen Ski-Langläufer in letzter Minute das Leben gerettet. |
Jänner 2010 - Eingebrochener Eissportler |
"Ich habe nur meinen Job getan“, bleibt Andreas Frankl aus Podersdorf (Bgld.) bescheiden. Dabei hat der Vizeleutnant des Heeres, mit Hilfe von Feuerwehrtaucher Thomas Bochdalofsky, einem 51-jährigen Ski-Langläufer in letzter Minute das Leben gerettet.
Rückblick
Leopold Sch. (51) war am 23.01.2010 mit Langlaufskiern auf dem zugefrorenen Neusiedler See vor Podersdorf unterwegs. Mit dabei auch sein 17-jährigen Sohn, der ihn zu Fuß begleitete. Dann, etwa 40 Meter vom Leuchtturm an der Mole und dem Ufer entfernt, brach die nur vier Zentimeter dicke Eisdecke ein und der Hobby-Sportler verschwand samt seinen Langlaufbrettern im hier mindestens 1,80 Meter tiefen See. Da sich sein Vater nicht mehr aus eigener Kraft retten konnte, wollte der Sohn Hilfe holen und beim Leuchtturm an Land gehen. Unmittelbar vor der Mole brach jedoch auch er durchs Eis, konnte sich allerdings noch selbst in Sicherheit bringen.
Alarm
Spaziergänger, die das sich anbahnende Drama sahen, riefen die Feuerwehr. „Da hat der Andreas nicht lange gezögert. Er ist dem schon völlig erschöpften Opfer über zwei Leitern zu Hilfe geeilt“, schildert Polizist Martin Glück die schwierige Rettung. „Alleine hätte ich’s aber nicht g’schafft. Doch Thomas Bochdalofsky, Tauchlehrer des Tauchdienstes Burgenland, ist mir im Neoprenanzug zu Hilfe geeilt“, erinnert sich Lebensretter Frankl.
Sicher keine Sekunde zu früh, denn zuletzt war Feuerwehrmann Frankl selbst mitsamt dem Geretteten noch einmal im eisigen Wasser untergegangen. Erst mit Hilfe des Feuerwehreinsatztauchers gelang es den Rettungskräften, alle im Eis eingebrochenen Personen zu bergen.
Extrem unterkühlt
Rund 15 Minuten trieb der Langläufer letztlich im 4 Grad kalten Wasser – bei einer Lufttemperatur von unter sieben Grad minus. Ein Notarzt-Team flog ihn nach der Erstversorgung ins Krankenhaus Eisenstadt.
Dort konnte aufgrund des hohen Unterkühlungsgrades einzelner Organe erst nach einigen Tagen die Lebensgefahr gebannt werden.
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