Die Tauchausbildung in Burgenland - Voraussetzung und Grundgedanken
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Die Tauchausbildung im Burgenland unterliegt den Richtlinien des OBFV |
Grundgedanken...
Vorab gleich zu eurer wahrscheinlich ersten Frage: Nein, du musst kein ausgebildeter Taucher einer anderen Organisation sein um bei uns für den Kurs zugelassen zu werden.
Wie die Erfahrung gezeigt hat ist es oft auch schwieriger für "fertige Taucher" die Ausbildung zu bestehen, da sie plötzlich vor ganz andere praktische und theoretische Aufgaben gestellt werden und diese oftmals als Schikane empfinden.
Die Feuerwehrtauchausbildung hat nichts mit dem Sporttauchen gemein, da die Feuerwehrtauchausbildung ein viel breiteres Spektrum an Wissen und Hintergrundinformationen bietet als jeder andere private Tauchkurs (ständige Schulungen, Übungen, Vorträge, Druckkammerbesuche, u.s.w.).
Den Feuerwehrtauchern wird eher ein elitärer Charakter mit sehr hohen Anforderungen zugeschrieben, da ist es nicht verwunderlich wenn die Ausfallsquote für Neueinsteiger bei 70% liegt. Doch nur so können wir unseren hohen Standard halten und jeder Taucher kann sich blind auf seinen Kollegen im Einsatz verlassen. Doch es ist nicht damit abgetan nur den Kurs zu bestehen, man muss auch danach noch Zeit für Übungen investieren um sowohl körperlich als auch tauchtechnisch fit zu bleiben.
Der Hauptunterschied zu den anderen Kursen an der Feuerwehrschule liegt darin, dass schon bei der Ausbildung und den Übungen immer ein erhöhtes Unfallrisiko für den Tauchschüler als auch für den Ausbilder besteht. Verständlicherweise kann eine Übung unter Wasser nicht abrupt
abgebrochen werden wenn ein Schüler mit einer Situation nicht zurecht kommt. Max. Aufstiegsgeschwindigkeiten, Dekompressionsstopps und andere Sicherheitsmaßnahmen müssen eingehalten werden, ehe man an die vermeintlich rettende Wasseroberfläche auftauchen darf.
Jeder sollte sich einmal kritisch selbst fragen ob er sich im Wasser wirklich wohlfühlt. Ob er sich zutraut bei schlechtem Wetter, Kälte und null Sicht tauchen zu gehen. Zuletzt, aber sicherlich die gravierendste Frage: Wie werde ich mit der Situation fertig unter den oben genannten erschwerten Bedingungen eine Leichenbergung durchzuführen?
Alle die sich trotzdem für den Einstieg entscheiden sind herzlich
willkommen, bis bald beim ABC - Freitaucherkurs..
Allgemeine Voraussetzungen
- Vollendetes 18. Lebensjahr
- Mind. 16 Stunden Erste Hilfe-Kurs, max 2 Jahre alt
- Grundlehrgang, Funklehrgang, Atemschutzlehrgang
- Kenntnisse im Rettungsschwimmen (nach den Richtlinien der ÖWR)
- Körperlicher Eignungstest (Siehe unten)
- Ärztliche Untersuchung
Tauchuntersuchung
Da das Tauchen ein erhöhtes Ausmaß an körperlicher Leistungsfähigkeit
voraussetzt, ist eine spezielle ärztliche Untersuchung mittels der vom
Landesfeuerwehrverband vorgegebenen Untersuchungsformulare für Feuerwehrtaucher
erforderlich (siehe aktuelle Dienstanweisung). Diese jährliche Untersuchung kann nur
von einem Arzt, der die Richtlinien des ÖBFV erfüllt, ausgestellt werden.
Körperlicher Eignungstest
Der körperliche Eignungstest ist für jeden Tauchanwärter zusätzlich zur
ärztlichen Untersuchung zwingend vorgeschrieben und wird vom Sachgebietsleiter Tauchdienst vor
dem Besuch des ABC-Freitaucher-Lehrganges abgenommen.
Der körperliche Eignungstest dient zur Überprüfung der Grund-Fitneß und
besteht aus:
- 2400m Laufen unter 12 Minuten
- 25 Liegestütz


