Mai 2009 - Übung der Sonderdienste
| Jahr 2009 |
| Zu einer Übung der Sonderdienste des Feuerwehrkommandos Burgenland war der Tauchdienst am 09. Mai in Mörbisch zu Gast. Gemeinsam mit den Kameraden der Wehren des Wasserdienstes, dem Flugdienst sowie Feuerwehrkollegen ... |
Mai 2009 - Übung der Sonderdienste |
Zu einer Übung der Sonderdienste des Feuerwehrkommandos Burgenland war der Tauchdienst am 09. Mai in Mörbisch zu Gast. Gemeinsam mit den Kameraden der Wehren des Wasserdienstes, dem Flugdienst sowie Feuerwehrkollegen aus Sopron sollte im Rahmen einer Großübung ein Einsatz in Kombination miteinander, sowie in Verbindung mit Teilen des Österreichischen Bundesheeres vertieft werden.
Übungsszenario:
Bei den Vorbereitungsarbeiten für eine Vorstellung der Seefestspiele Mörbisch kommt es im Bereich der künstlichen Insel hinter der Bühne, bei Arbeiten am Aufbau des Abschlussfeuerwerks zu einem Zwischenfall und in weiterer Folge zu einer Explosion von verschiedenen pyrotechnischen Gegenständen. Diese Explosion verletzt einen der Pyrotechniker der daraufhin im Neusiedlersee versinkt und verursacht gleichzeitig einen Brand im angrenzenden Schilfgürtel. Aufgrund der starken Rauchentwicklung im Bereich der Unglücksstelle kommt es zusätzlich zu einer Kollision eines Linienschiffes der „Drescher Linie“ mit einem Kleinboot.
Das Rundfahrtschiff wird manövrierunfähig und es kommt zu einem Treibstoffaustritt in den See. Eine Person des Kleinbootes fällt in den See und taucht nicht mehr auf.
Der Brand im Schilfgürtel breitet sich rasch aus.
Einsatzbefehl:
An die Einsatzleitung des Tauchdienstes wurden zwei Aufträge erteilt:
Die erste Gruppe Taucher soll mit Hilfe von Hubschraubern des Österreichischen Bundesheeres in die Nähe der künstlichen Insel gebracht werden und nach dem Absetzen mit einer Leinensuche die Umgebung der Unglücksstelle nach dem vermissten Pyrotechniker aufnehmen. Als schwimmende Arbeitsplattform für den Tauchtrupp-Leiter war das Boot Mörbisch zum Einsatzort abkommandiert.
Die zweite Gruppe soll ebenfalls mit Hilfe von Hubschraubern in die Nähe der beiden kollidierten Schiffe gebracht werden und dort zunächst die vermisste Person suchen und mittel Seilwinde bergen, danach den vor Ort befindlichen Schiffen des Wasserdienstes bei der Hebung des versunkenen Kleinbootes Hilfeleistung anbieten.
Weiters soll das Einsatzboot des Tauchdienstes für diverse Unterstützungsaufgaben im unmittelbaren Einsatzbereich bereit stehen.

Einsatzboot im Yachthafen Mörbisch

Absprungplatz neben dem Feuerwehrhaus Mörbisch

Einweisung der ungarischen Kollegen der Berufsfeuerwehr-Sopron

Ankunft der Hubschrauber zur Vorbesprechung

Einweisung in das System Agusta-Bell 212

Der Flugretter des ÖBH erklärt das Handling des Rettungsgurtes
Beginn der Übung:
Zu Beginn der Übung um 09:30 Uhr wurde zunächst Trupp-1 zur Einsatzstelle geflogen und abgesetzt.
Das Boot-Mörbisch unterdrückte in der Zeit bis zum Eintreffen der Taucher den auf der künstlichen Insel ausgebrochen Brand mit zwei an Bord montierten Wasserwerfern.

Brandbekämpfung vom Wasser aus

Anflug von Tauchtrupp-Eins
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Vorbereitung zum Absprung

Absprung

Tauchteam-Eins erfolgreich abgesetzt
Nach wenigen Minuten brachte der Hubschrauber den zweiten Trupp ins Wasser und kehrte danach in seinen Warteraum zurück um die Bergung des Schiffführers des Kleinbootes abzuwarten.

Der Hubschrauber mit Tauchteam-Zwei nach Abwurf der Ausrüstung

Absetzen des zweiten Tauchtrupps


OK-Zeichen an die Piloten des Bundesheers
Nach erfolgreicher Suche wurde die durch einen Tauchlehrer gespielte verunfallte Person in die Aufnahmezone gebracht und von einem Flugretter des Bundesheeres mittels Seilwinde an Bord des Hubschraubers gebracht.
Danach wurde das Opfer zur weiteren Versorgung in die Absprungzone ausgeflogen.

Anflug des Flugretters

Abstieg des Flugretters

Aufstieg mit geborgenem Opfer
In der Zwischenzeit waren die restlichen Mitglieder des zweiten Trupps mit der Hebung des Kleinbootes beschäftigt und nach der Sicherung durch Hebeballone konnte das Boot-Neusiedl mit dem Lenzen des Unfallbootes beginnen.

Erfolgreiche Bergung mit Hilfe der Kameraden aus Neusiedl/See
Trupp eins hatte zur gleichen Zeit durch Radialsuche mit Hilfe einer Leine den Bereich in dem der Pyrotechniker ins Wasser fiel abgesucht und das durch eine Puppe dargestellte Unfallopfer am Grund des Sees aufspüren und an Bord von Boot-Mörbisch bringen.

Einweisung der Taucher durch den Leinenführer

Aufnahme der Leine

Suche unter Wasser bei Null-Sicht

Bergung des Opfers mit Hilfe der Kameraden aus Mörbisch
Nach Beendigung der an uns gestellten Aufträge erbat die Flugeinsatzleitung um die Bergung weiterer Taucher mit der Seilwinde, da die Flughelfer der Luftstreitkräfte in der Vergangenheit kaum die Möglichkeit hatten dies zu trainieren.

Anflug zur Aufnahme weiter Taucher

Sicher oben angekommen

Einbringen des geborgenen Tauchers in die Kabine
Bei der Abschlussbesprechung nach Beendigung der Übung wurde von Seiten der Piloten großer Dank für die in ihren Augen professionelle Arbeit aller Mitglieder des Tauchdienstes ausgesprochen.
Da in der Vergangenheit auch schon bei ernsten Einsätzen des Tauchdienstes mit Hubschraubern des Bundesheeres gearbeitet wurde, ist der Tauchdienst äußerst dankbar dafür, dass im Rahmen dieser Übung beinahe alle Einsatztaucher die Chance hatten mit den Kollegen des Kommandos Luftstreitkräfte zu arbeiten und dadurch wertvolle Erfahrungen für die Zukunft mitnehmen zu können.
Weil im Laufe der Übung zwei Pressluftgeräte nach dem Abwurf aus dem Hubschrauber versanken, nutzen wir nach offiziellem Übungsende diesen Vorfall als Gelegenheit, um eine Suchkette mit Grundleine aufzustellen mit der die gesamte Absetzzone durch die anwesenden Mitglieder nochmals abgesucht wurde.
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Suchkette aus 11 Tauchern
Da schon nach etwa 30 Minuten beide Geräte gefunden werden konnten beendete auch der Tauchdienst gegen 15:00 Uhr endgültig die Übung.

Gruppenfoto mit geborgenem Gerät nach erfolgreicher Suche
Bericht-BKF
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