Jänner 2009 - Hilfeleistung für den ORF

Jahr 2009

Am 20.01.2009 wurde der Tauchdienst Burgenland gebeten einen verunfallten Eisläufer darzustellen. Aufgrund der zahlreichen Personen, die jedes Jahr beim Eislaufen einbrechen, sollten wir die Selbstrettung mit verschiedenen ...

Jänner 2009 - Hilfeleistung für den ORF

Am 20.01.2009 wurde der Tauchdienst Burgenland gebeten einen verunfallten Eisläufer darzustellen. Aufgrund der zahlreichen Personen, die jedes Jahr beim Eislaufen einbrechen, sollten wir die Selbstrettung mit verschiedenen Hilfsmitteln erproben.

Variante 1:

Eine eingebrochene Person versucht sich ohne Hilfsmittel selbständig zu befreien.

Variante 2:

Herausziehen mit Hilfe der Eislaufschuhe.

 

Variante 3:

Benützung des Selbstrettungsgerätes „Hansa Dubben“ eines schwedischen Herstellers.

 

 

 

 

Ablauf:

Zunächst wurde eine günstige Stelle für die Aufnahmen ausgesucht. Da wir in der Ufernähe ein Loch ausschneiden mussten, wurde die Gemeinde vom  ORF über das Vorhaben informiert. Die Durchführung konnte rasch und ohne Probleme gefilmt werden.

 

 

Zeit ohne Hilfsmittel: 15s

Zeit mit Eislaufschuhen: 32s (schlechteste Variante)

Zeit mit Rettungsmittel: 8s

 

Um die „Gefahrenstelle“ abzusichern wurden im Anschluss Holzpflöcke um das Loch gelegt. Den Zeiten sollte nicht zu viel Beachtung beigemessen werden, da sie unserer Meinung nach aufgrund des nachgestellten Szenarios viel zu kurz sind. Um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten müssten einige Punkte mitbeachtet werden:

 

-         Die Einbruchstelle wurde in 18cm dickes Eis geschnitten.

-          Beim Herausklettern war die Eisfläche viel zu stabil.

-         Hier sollte eine Stelle gewählt werden, bei der die Testperson nur durch das Eigengewicht einbricht.

-         Durch den Versuch sich auf das Eis zu ziehen wird dieses immer wieder einbrechen und die Rettungszeit wird erheblich länger.

 

-         Durch den Trockentauchanzug ist ein viel größerer Auftrieb als mit normaler Winterbekleidung gegeben.

 

-         Die Unterkühlung des Opfers wurde komplett außer acht gelassen.

Schon nach relativ kurzer Zeit versagen die Muskeln aufgrund der Kälte und eine Selbstrettung wird unmöglich.

 

Fazit:

Mit der Hansa Dubben Eiskralle kann man sich rasch mit einigem Kraftaufwand selbständig auf die Eisfläche ziehen und hoffen, dass man es nicht zu weit zu einem trockenen und warmen Ort hat.

 
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